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Pressemitteilung zur Absetzung des TOP Bildungsticket auf der Kreistagssitzung vom 11. Mai 2022

17.05.22 –

Überraschend wurde am 11. Mai 2022 der Tagsordnungspunkt zum Bildungsticket von der Tagesordnung des Kreistages genommen.

Hierzu erklärt die Vorsitzende Claudia Weber:

"Im März wurden wir Eltern in Mittelsachsen per Brief vom VMS dazu aufgefordert, "schnellstmöglich, spätestens bis 30. April, beim Verkehrsunternehmen" den ABO-Antrag zum Bildungsticket einzureichen, insofern dieses für das neue Schuljahr benötigt wird. Nicht nur wurden die Eltern damit in die Irre geführt, denn ein Abo-Antrag ist laut Vertragsbedingungen bis zum 10. des Vormonats des gewünschten Vertragsbeginns möglich. Sie haben dies auch im Vertrauen darauf getan, dass der Preis, zumindest für Grundschulkinder, von 180 Euro auf 60 Euro pro Jahr reduziert wird, indem der Kreis die Differenz von 120 Euro erstattet. Diese Erstattung sollte am 11.05.2022 im Kreistag beschlossen werden."

"Mit der Streichung des Tagesordnungspunktes bleibt es nun zunächst bei einer Preiserhöhung von 15 auf 180 Euro pro Jahr. Für alle Grundschuleltern bedeutet das, dass sie 180 Euro jährlich für ein Ticket zahlen, welches teils am Wochenende nicht einmal genutzt werden kann, da samstags und sonntags in vielen Orten kein Bus fährt."

"Der komplizierte Erstattungsweg, an dem das Landratsamt nun scheitert, hätte vermieden werden können. Ich befürchte, dass es nun nicht mehr rechtzeitig bis zum neuen Schuljahr möglich ist, eine sinnvolle und familienfreundliche Lösung zu finden. Die mangelnde frühzeitige Planung, die fehlende Transparenz und die katastrophale Kommunikation mit den Familien zeigt, welchen Stellenwert Kinder, Familien und der öffentliche Nahverkehr beim CDU-geführten Landratsamt haben."

Der Vorsitzende und angehende Lehrer Markus Scholz ergänzt:

"Es ist unverständlich, wieso im Landkreis Mittelsachsen nicht zumindest die Abfederung auf 60 Euro möglich ist, so wie sie in den Landkreisen Zwickau und Erzgebirgskreis auch schon beschlossen wurde. Da die SchülerVerbundKarte, die von den Schülerinnen und Schülern bisher genutzt wurde, unnötigerweise gestrichen wurde, haben die Eltern keine andere Wahl als das 180 Euro teure Bildungsticket. Die nächste Kreistagssitung findet erst am 6. Juli, also in der vorletzten Schulwoche, statt. Für alle Kinder, die am 29. August zum 1. Schultag den Bus benötigen, müssen die Eltern nun zum teuren Bildungsticket greifen, ohne zu wissen, ob sie auf den Kosten sitzenbleiben."

Das unsägliche Katz-und-Maus-Spiel des CDU-geführten Landratsamtes mit allen Beteiligten muss beendet werden. Die Eltern in Mittelsachsen brauchen finanzielle Planungssicherheit. Das Bildungsticket war als zusätzliches Angebot gedacht, welches in den Großstädten Erleichterung bringen sollte. Für die Eltern auf dem Land wird es nun zum finanziellen Bumerang."

Foto von Jakob Scholz von Pexels

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